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..nach seinem Bilde schuf er sie. · 17.02.2013 - 15:16 by Andreas Walter

Aus dem Buch Hallo Mister Gott hier spricht Anna:
S32:
“Gott hatte den Menschen geschaffen nach seinem Bilde, nicht nach seinem Aussehen, nicht nach seiner eigenen Statur, nach Händen, Füßen, Nasen, Ohren, sondern nach seinem Inneren. Nicht der Teufel macht den Menschen zu einer einsamen Kreatur, es ist seine Gottähnlichkeit, die ihn einsam macht. Eine Banalität? Nein, das klingt nur so.”

Das ist eine weitere Deutung des “nach seinem Bilde schuf er sie”. Ich hab ja mal geschrieben, daß Gott sich mit dem Bild ein Gegenüber schafft, und daß er an dem Gegenüber so ein wahnsinniges Interesse hat.
Das wird von Anna ergänzt duch die “Innenansicht”. Gott schafft den Menschen innen, also in seiner Seele, seinem Herzen, seinem Bewustsein, nach seinem Bild. Insofern hat jeder Mensch eine Seele nach dem Bilde Gottes.
Und Jesus steht draussen und möchte rein. Wenn wir ihn in jede Ecke lassen, dann lässt Jesus noch den Heiligen Geist rein. (Wohngemeinschaft in mir? ;-) Ich dache bisher an sowas wie Avatar, Jesus will mich steuern, aber ich will zu oft nicht das Steuer loslassen…)

Und dann der nächste Gedanke: Einsamkeit.
Gott schafft sich ein Bildnis, den Menschen. Warum? Wenn wir nach Gottes Vorbild geschaffen wurden, möchten wir dann auch ein Bildnis von uns schaffen? Und wieder: Warum?
Oh, jetzt wird es aber dünn, das Eis: Ist das der Grund, warum Gott als Dreieinigkeit auftritt? Weil er einsam ist? Ist Gott schitzophren geworden um der Einsamkeit zu entgehen? Eigentlich egal, denn Gott ist sowieso nicht zu begreifen. Und dann macht es nix, wenn einem Teilaspekte als schitzophren vorkommen.
Wir Menschen sind Beziehungswesen. Und Gott ist auch auf Beziehung aus. Auf Beziehung zu seinem Geschöpf dem Menschen im Garten Eden. Und als das Geschöpf sich danebenbenimmt… Jedenfalls will Gott Beziehung. Beziehung zu Menschen, zu Völkern, zu Engeln? – Auf alle Fälle auch Beziehung zu DIR!
Beziehungen tun gut. Beziehungen werden in unserer Kultur seltener. Fast jeder fährt im eigenen Auto einsam zur Arbeit. Abends sitzen die Familien gemeinsam vor dem Fernseher, jeder einsam das Programm verfolgend. Sitzen sie noch gemeinsam oder hat jeder sein Gerät?
Aber es gibt Gegenbewegungen, nicht nur gezielt fernsehen.
Zurück zu Anna und ihrer Behauptung, die Menschen seien einsam weil sie Gott ähnlich sind. Ja, ich kann dem Gedanken folgen. Gott hat bei der Erschaffung des Menschen auch seinen Wunsch nach Beziehung in den Menschen hineinerschaffen. Und doch muß ich auch sagen daß der Satan was gegen gute und gesunde Beziehungen hat. Zumindest gegen die mit Gott.
Ein anderer Gedanke: Warum sucht Jesus, der doch Gott ist immer wieder die Einsamkeit? Weil er auch Mensch ist? Dann braucht er als Mensch Einsamkeit und als Gott Gesellschaft? Brauchen Beziehungen immer Gesellschaft? Funktioneieren Beziehungen nur in Geimeinschaft?
Ich denke Beziehungen brauchen von Zeit zu Zeit auch Einsamkeit, Enthaltsamkeit von der Gemeinschaft. Es darf nur nicht zu viel werden, und auch nicht zu den falschen Zeiten. Da trifft Prediger 3 wieder voll ins schwarze.

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