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Markus - Da bin ich drüber gestolpert ;-) · 21.04.2013 - 16:20 by Andreas Walter

Da bin ich doch im Radio (SWR2) auf Markus aufmerksam geworden:

AUTOR

Dem Autor des Markus-Evangeliums gelingt auf diese Weise zweierlei: Er gibt die ihm bekannten Überlieferungen von Jesus weiter. Gleichzeitig schützt er diese Überlieferung aber auch durch die Interpretationsspielräume, die er in seinem Text offen lässt – denn sie verhindern, dass jemand das Markus-Evangelium vollkommen für eigene theologische Lehre vereinnahmen kann. Das zeugt möglicherweise von Bescheidenheit gegenüber dem Geheimnis des Glaubens – möglicherweise aber auch von großer Weisheit: Denn der Streit darum, was denn die wahre christliche Lehre sei, ist so alt wie das Christentum. Das Markus-Evangelium aber trotzt allen dogmatischen Versuchen, die einzig wahre christliche Lehre festzulegen, und lässt bis heute Lesern in Heidelberg die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Perspektiven auf Jesus zu gewinnen. Angst, dabei selbst in die Irre zu gehen, brauche man nicht haben, meint Henning Hupe – denn genau diese Angst werde schon im Evangelium thematisiert:

HENNING HUPE

Markus 6, 45 ff

Wenn man dieses Bild nimmt der Jünger, die da Angst haben, als das Gespenst Jesus im Moment des Sturmes um das Boot geht – vergleichen wir ́s mit der Angst, die ja verbreitet ist, den Text richtig zu verstehen: Achtung, was müssen wir alles lesen, was müssen wir alles gemacht haben, damit wir ihn auch richtig verstehen?! Und ich würde eben behaupten: Genau diese Angst versucht der Jesus ja wegzureden, er versucht ja gerade zu sagen: Hey, was habt ihr Angst, ihr kennt mich doch! Außerdem wisst ihr, dass ihr diesen Sturm stillen könnt, das heißt, nun macht es doch! Also ich würde sagen, das Vertrauen ist genau das. Der Text legt dieses Vertrauen in die Rezipierenden. Die Leserinnen und Leser, die mit diesem Text unterwegs sind werden diese Angst verlieren können. Und je mehr Angst sie verlieren, je mehr werden sie mit dem Text anfangen können!

Ich meine daß es als erstes wichtig ist die Beziehung zu Gott wieder aufzubauen. Und dafür ist die Person Jesus der einzige Weg. Das schafft keiner “nur mit der christlichen Religion”! Der Glaube muß sich an der Person Jesu festmachen, und nicht an der christlichen Kirche. Wenn das der Fall ist, dann, und nur dann, kann der heilige Geist die Worte und Bedeutungen nicht nur des Markus-Evangeliums erhellen. Der heilige Geist macht von Religion, von Gesetz frei!

Röm 7,6

Doch jetzt sind wir vom Gesetz befreit, denn wir sind mit Christus gestorben und der Macht des Gesetzes nicht länger unterstellt. Deshalb können wir Gott von nun an in einer neuen Weise dienen – nicht wie früher durch Einhaltung jedes einzelnen Buchstabens des Gesetzes, sondern durch den Heiligen Geist.

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