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Hiob · 14.11.2017 - 22:26 by Andreas Walter

Wenn wir an Hiob aus der Bibel denken, denken wir an das Leid, das Hiob wiederfahren ist. Wir denken an die Freunde Hiobs. Und daß Gott gefallen an Hiob hat.
Und uns kommt es komisch vor, daß Gott mit dem Satan eine Wette eingeht.

Das Buch Hiob kommt uns daher unverständlich und schwer verständlich vor. Dadurch haben wir soetwas wie Angst uns dem bekanntermaßen unverständlichen zu nähern.

Durch einen Vortgag von Thomas Sedlacek wurde ich angeregt, das Ende des Hiob-Buches nochmal zu lesen. Dabei habe ich einen für mich neuen Zugang zum Buch Hiob bekommen. Die Grundidee dabei ist, das Buch Hiob quasi von hinten zu lesen.

Der Aufbau vom Buch Hiob ist ungefähr folgender:

Wenn man nun hinten anfängt wird Hiob gesegnet, weil er für seine Freunde gebeten hat, wie es Gott vorgeschlagen hatte. Nicht etwa, weil Hiob richtig von Gott gesprochen hat, auch nicht weil sich Hiob trotz allem zu Gott gehalten hat. Sondern einfach, weil er für seine Freunde gebeten hat. Was für eine Segensverheißung legt das auf die Fürbitte. Doch das nur am Rande.

Gott verwirft die Reden und Argumente der Freunde Hiobs: “Ich bin zornig auf dich und deine Freunde, denn ihr habt nicht richtig von mir gesprochen…” Also ist alles was vorher von den Freunden Hiobs gesagt wurde mit vorsicht zu lesen. Leider erfährt man das erst fast am Ende der immerhin 42 Kapiltel des Hiob-Buches. Hiob wird im selben Vers gelobt: “…im Gegensatz zu meinem Diener Hiob…”. Sind nun die Antworten von Hiob seinen Freunden gegenüber richtig? Vorsicht, schauen wir langsam von hinten nach vorne.

Hiob kommt zur Schlußfolgerung (Hiob 42) “Darum wiederrufe ich, was ich gesagt habe, und bereue in Staub und Asche.” Damit sind auch die Antworten Hiobs an seine Freunde verworfen, ja auch die Erwiederungen gegenüber Elihu. Bestätigt wird das kurz vorher von Hiob: “Ja, ich habe in Unkenntnis über Dinge geurteilt, die zu wunderbar für mich sind, ohne mir darüber im Klaren zu sein.”

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